Linos Festival 2026

Linos Festival 2026
25.-27.9.2026

Was ist wirklich?

Musik weiß schon lange, dass Wirklichkeit kein fester Boden ist. Mit jedem Hören verschiebt sich, was wirklich ist, egal in welcher Tradition, Epoche oder Kultur.

Das Linos Festival 2026 bewegt sich in fünf Konzerten durch die Wirklichkeiten unterschiedlichster Kontinente, Klangsphären und Jahrhunderte: die Perkussionstraditionen Südostasiens und zeitgenössische Musik, die West und Ost vereint; die surrealistischen Klangwelten von Satie und Cage; Mozarts Aufklärungsideale und das Genie Fanny Mendelssohn-Hensels, das zum Glück immer mehr zur Geltung kommt.

Von Gamelan bis Mozart, von Satie bis Fanny Mendelssohn-Hensel, vereint durch wunderschöne Musik.

Und für die kleinen Musikfans Kölns gibt es, wie jedes Jahr, unsere Familienkonzerte! Wir laden Kinder und Eltern ein, klassische Musik hautnah zu erleben – entspannt, offen und voller Freude. Dieses Jahr wieder eine Lesestunde mit dem Märchen Der gestiefelte Kater, untermalt von Musik von Mozart, Fanny Mendelssohn, Beethoven und mehr. Tanzen, lachen, träumen – alles ist erlaubt!

Wir freuen uns auf euch.

Was


Fr. 25. September – 20:00

Aurea Terra

Weerakit Suwanphithak
Linos Piano Trio

Claude Debussy La Mer (arrangiert vom Linos Piano Trio)
Chinary Ung Khse Buon
Béla Bartók Melodia aus der Solosonate für Violine
Traditionelle thailändische Musik
Prach Boondiskulchok Burmese Days Suite für Klaviertrio und Saw Duong

Goldene Erde. Schimmernde Klänge. Östliche und westliche klassische Musik, aber aus welcher Perspektive gesehen? Die Klänge Südostasiens sind neben Debussy, Bartók und einer Uraufführung von Prach Boondiskulchok zu hören.


Sa. 26. September – 20:00

Unwirklich

Shira Patchornik – Sopran
Emily Ross – Oboe
Lilya Tymchyshyn – Bratsche
Jacopo Giovannini – Klavier
Linos Piano Trio

John Cage Dream
Erik Satie Gymnopédie No. 3
Francis Poulenc Lieder aus La Courte Paille und Fiançailles pour rire
Carlo Gesualdo da Venosa Moro, lasso, al mio duolo
Justina Repečkaitė Echoes III (Auftragswerk des Festivals)
Francis Poulenc Cellosonate

John Cage Living Room Music
Francis Poulenc Lieder aus Banalités und Fiançailles pour rire
Erik Satie Gnossienne No. 3
Carlo Gesualdo da Venosa Beltà, poi che t’assenti
Benjamin Britten Phantasy Quartet
Erik Satie Gymnopédie No. 1

Vertraut und fremd. Wirklich und unwirklich. Die surrealistische Faszination mit dem Unbewussten vom 16. Jahrhundert bis heute.


So. 27. September – 18:00

Aufklärung

Emily Ross – Oboe
Lilya Tymchyshyn – Bratsche
Linos Piano Trio

Fanny Mendelssohn-Hensel Klaviertrio Op. 11

Wolfgang Amadeus Mozart Gran Partita K. 361 (arrangiert von C. F. G. Schwencke)

Zwei große klassische Werke aus einer Zeit, wo nicht alle Stimmen gehört wurden.


FAMILIENKONZERTE

Sa. 26. September – 11:00
So. 27. September – 11:00


Linos Piano Trio
Der gestiefelte Kater

Konzerte für die kleinen Musikfans Kölns! Wir geben Familien mit Kindern die Gelegenheit, klassische Musik auf einem internationalen Niveau hautnah mitzuerleben – ganz frei und in entspannter Stimmung! Tanzen, lachen, schlafen, spielen – alles ist erlaubt! Wir laden wieder zu einer Lesestunde ein, dieses Jahr mit dem Märchen Der gestiefelte Kater, untermalt von Musik von Mozart, Mendelssohn-Hensel, Beethoven und vielen mehr. Kommt und taucht in die Märchenwelt ein!

Wer

Linos Piano Trio
Künstlerische Leitung

Linos Piano Trio

Prach Boondiskulchok – Klavier
Konrad Elias-Trostmann – Violine
Vladimir Waltham – Cello

Preisträger des Preises der Deutschen Schallplattenkritik 2021 und vielfach mit 5-Sterne-Rezensionen ausgezeichnet, genießt das Linos Piano Trio breite Anerkennung für seinen charakteristischen Klang und seine innovativen Programme. Die Süddeutsche Zeitung lobt „Virtuosität, Geistesgegenwart und Witz“. 2015 gewann das Trio den 1. Preis und den Publikumspreis bei der Melbourne International Chamber Music Competition und ist seit 2017 als Carne «Ensemble-in-Residence» am Trinity Laban Conservatoire in London tätig.

Aktuell befindet sich das Ensemble in der Produktion seines vierten Album-Projektes: einer Reihe Live-Aufnahmen sämtlicher Beethoven-Klaviertrios auf historischen Tasteninstrumenten. In Zusammenarbeit mit dem SWR wird jede CD auf einem anderen, dem jeweiligen Werk zeitlich entsprechenden Klaviermodell eingespielt – ein Projekt, das Beethovens Interesse am technischen Fortschritt des Instruments aufgreift und hörbar macht.

Die ersten drei Alben des Trios – veröffentlicht 2020 bis 2023 bei CAvi Music/Deutsche Grammophon – erhielten durchweg begeisterte Kritiken. Mit dem hauseigenen Online-Verlag «Stolen Music» bietet das Trio zudem Notenmaterial seiner eigenen Transkriptionen an.

2007 in London gegründet, feierte das Linos Piano Trio kürzlich sein 15-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert in der Gründungsstadt.

www.linospianotrio.com

Shira Patchornik
Sopran

Shira Patchornik ist Opus Klassik Preisträgerin 2026 in der Kategorie Nachwuchskünstlerin und gilt als eine der spannendsten jungen Sopranistinnen ihrer Generation. Die israelische Sängerin verbindet spielerisch-virtuose Leichtigkeit mit einem scharfen Blick für die Frauenfiguren, die sie verkörpert: schön, schlagfertig und geistvoll, wie ihr gefeiertes Debütalbum Bella Furia zeigt.

Nach ersten Preisen beim Cesti-Wettbewerb in Innsbruck und dem Concours Corneille in Rouen etablierte sie sich schnell international. Sie arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Andrea Marcon, Václav Luks und Pablo Heras-Casado sowie mit Ensembles wie La Cetra und Collegium 1704 zusammen.

Wichtige Engagements führten sie als Dalinda (Ariodante) ans Teatro Real, das Théâtre des Champs-Élysées und das Theater an der Wien sowie als Ilia (Idomeneo) an die Monnaie in Brüssel. Neben klassischen Partien wie Susanna, Adina, Pamina und Tatjana setzt sie starke Akzente im zeitgenössischen Repertoire, etwa bei den Bregenzer Festspielen. Von 2018 bis 2020 war sie Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

Neben dem Gesang ist Shira Patchornik als Autorin erfolgreich: Ihr Libretto für die Kinderoper Kind of Monster (Uraufführung Tel Aviv 2024) wurde bei den YAMawards 2025 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
https://www.shirapatchornik.com/

Emily Ross
Oboe

Emily Ross begann ihre musikalische Ausbildung an der Purcell School of Music bei Melanie Ragge. Sie studierte an renommierten Institutionen wie der Royal Academy of Music, der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Nick Deutsch sowie der École Supérieure des Arts in Mons bei Bram Nolf.

​Seit ihrem Abschluss spielte Emily mit führenden Klangkörpern, darunter das London Symphony Orchestra, das Budapest Festival Orchestra, das Gürzenich-Orchester Köln und das Nationalorchester von Belgien. Als leidenschaftliche Kammermusikerin und Solistin gastierte sie in berühmten Sälen wie der Wigmore Hall und der Royal Albert Hall sowie bei internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival.

​Heute lebt Emily in Brüssel, wo sie festes Mitglied des Brussels Philharmonic ist. Zudem gastiert sie regelmäßig bei weiteren belgischen Ensembles der Antwerpen Camerata und dem Candide Ensemble.

Jacopo Giovannini
Klavier

Der italienische Pianist Jacopo Giovannini, von Piano News als „poetisch und temperamentvoll“ beschrieben und von Dame Imogen Cooper als „fantastisch, wunderschön kontrolliert, mit Witz und Farbe“ gelobt, zählt zu den vielversprechendsten Künstlern seiner Generation. Als Halbfinalist des Queen Elisabeth Wettbewerbs konzertierte er in renommierten Sälen wie der Carnegie Hall, der Alten Oper Frankfurt und der Severance Hall Cleveland sowie bei großen Festivals wie dem Rheingau und Schleswig-Holstein Musik Festival. Als Solist trat er u. a. mit der Jenaer Philharmonie und dem Südwestdeutschen Kammerorchester auf.

Jacopo begann mit vier Jahren mit dem Klavierspiel und debütierte mit elf Jahren als Solist in der Philharmonie St. Petersburg. Neben seiner Solokarriere ist er passionierter Kammermusiker und Gründungsmitglied des Elster Trios, das u. a. mit dem Bad Homburger Kammermusikpreis und der Silbermedaille beim Schumann-Kammermusikwettbewerb Frankfurt ausgezeichnet wurde. Er arbeitete mit Musikern wie Kent Nagano und Alexey Stadler zusammen.

Nach seinem Studium bei Bernd Goetzke in Hannover studiert er derzeit bei Claudio Martínez Mehner in Köln und absolviert das Konzertexamen Kammermusik bei Angelika Merkle in Frankfurt.

Lilya Tymschyshyn
Bratsche

Die britisch-ukrainische Bratschistin Lilya Tymchyshyn wurde in Bolton (Großbritannien) geboren. Sie studierte bei Prof. Hariolf Schlichtig an der HMT München sowie bei Prof. Veit Hertenstein am RNCM in Manchester.

Schon früh feierte sie Erfolge bei internationalen Wettbewerben: Mit 15 Jahren war sie die jüngste Preisträgerin der Kenneth Page National Viola Competition. Es folgten Auszeichnungen beim Johannes-Brahms-Wettbewerb in Pörtschach sowie der 1. Preis beim Beethoven-Hradec-Musikwettbewerb.

Als gefragte Kammermusikerin gastierte sie bei renommierten Festivals wie dem Verbier Festival, dem Heidelberger Frühling und den Rencontres Musicales d’Évian. Dabei konzertierte sie mit Künstlern wie Lawrence Power, Marc Bouchkov, Antonio Meneses, Veriko Tchumburidze und Nils Mönkemeyer. Wichtige Impulse erhielt sie zudem von Tabea Zimmermann, Nobuko Imai, Lars Anders Tomter und Jean Sulem..

2021 gab sie ihr Solo-Debüt mit dem BBC Philharmonic Orchestra, mit dem sie Benjamin Brittens „Lachrymae“ für BBC Radio 3 aufnahm. Zu ihren weiteren Aufnahmen zählen mehrere Konzerte für den Bayerischen Rundfunk.

Seit 2020 erlebt Lilya eine blühende Karriere als Bratschistin des Malion Quartetts. Sie spielt auf einer Bratsche von Jean-Baptiste Vuillaume. In ihrer Freizeit liest sie gerne, kocht italienische Gerichte und geht in den vielen grünen Parks Frankfurts joggen.

Weerakit Suwanphithak
Südostasiastische Schlagwerk

Weerakit Suwanphithak ist ein thailändischer Musiker und Musikpädagoge. Derzeit schließt er seinen Master in Music Education am UCL Institute of Education ab, gefördert durch ein Vollstipendium Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn von Thailand. Er hat einen Bachelor (Hons) sowie einen Master in Musikpädagogik von der Chulalongkorn-Universität mit Schwerpunkt auf thailändischer klassischer Musik und lehrt an der dortigen Faculty of Education.

Von der Grundschule an in thailändischen klassischen Streichinstrumenten ausgebildet, gewann Weerakit einen nationalen Meistertitel im Wettbewerb für thailändische klassische Musik und erhielt dafür eine königliche Trophäe von Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn. Er erlernte so u sowie die Leitung thailändischer Musikensembles bei Associate Professor Yootthana Chuppunnarat; so duang und so sam sai bei Khru Chawengsak Potisombut, in der Tradition von Luang Phairoh Siang So; sowie cha khe bei Khru Raweewan Tubtimsri, in der Tradition von Khru Sawaeng Apaiwong.

Justina Repečkaitė
Komposition

Kritiker beschreiben die Musik von Justina Repečkaitė (*1989) als „diamantengleich“, „schillernd“ und „mit feinstem Bleistift gezeichnet“. Nach ihrem Masterstudium in Frankreich absolvierte sie den renommierten IRCAM-Cursus. Sie war Residenzkünstlerin bei der Fondation Singer-Polignac, dem Ensemble Le Balcon sowie Stipendiatin der Fondation Boulanger. Weitere Residenzen führten sie in die Villa Waldberta, das Schloss Wiepersdorf und zur Lehtinen Foundation. Ihre Werke wurden bei Radio France, ARTE und Medici.tv ausgestrahlt.

Ihr preisgekröntes Werk La muë (2024, Ko-Auftrag von IRCAM und CMBV) für Serpent, Kinderchor und Elektronik wurde im IRCAM Espro mit der virtuellen Akustik der Versailler Schlosskapelle uraufgeführt. Im selben Jahr feierte Whispering Skin mit dem Ensemble Eklekto in Genf Premiere.

Gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung komponierte sie 2025 die Musik für das interdisziplinäre Projekt Sfäärit (Musica Nova, Helsinki). Ihr im selben Jahr vom Litauischen Rundfunk in Auftrag gegebenes Werk Millefleur vertritt Litauen 2026 beim International Rostrum of Composers – ebenso wie zuvor ihre Stücke Chartres und Tapisserie. Ihre Orchesterkomposition Vellum wurde unter anderem in der Pariser Philharmonie und der Sorbonne aufgeführt. 2026 feierte Concertina-fold almanach (Radio France) beim Festival Présences Premiere. Aktuell ist sie Composer-in-Residence beim Festival d’Autan.

Marius Ledwig
Erzähler

Marius Ledwig (*1995 in Düsseldorf) ist Performer, Tänzer und Wissenschaftler mit einem besonderen Interesse an den Schnittstellen von Bewegung, Musik und künstlerischer Forschung. Nach seinem Bachelorstudium im Fach Tanz an der Folkwang Universität der Künste absolvierte er dort den Masterstudiengang Tanzkomposition mit Schwerpunkt Bewegungsnotation und -analyse. Seit 2023 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Tanz/Musik Digital“ an der Universität Paderborn und der Hochschule für Musik Detmold.

Als Performer war Ledwig unter anderem für das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, das Aalto Ballett Essen sowie das Theater im Revier Gelsenkirchen engagiert. Seine künstlerische Arbeit umfasst sowohl choreografische Eigenproduktionen als auch interdisziplinäre Projekte, darunter die Duo-Performance Liminalities in Tokio und die Lecture Performance Embodying Stories. Darüber hinaus engagiert er sich seit vielen Jahren in der künstlerischen Bildungsarbeit und unterrichtet Schauspiel und Tanz für Kinder und Jugendliche. In seiner Arbeit verbindet er choreografische Praxis, wissenschaftliche Reflexion und pädagogische Vermittlung zu einer forschenden Auseinandersetzung mit Körper, Bewegung und musikalischer Struktur.

Wo

Orangerie Theater Köln
Volksgartenstraße 25
50677 Köln

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