Unmittelbar hören und fühlen – das Bekannte neu erfahren.
Angetrieben von der Vision des Linos Piano Trios, erstklassige Kammermusik in einem frischen und fesselnden Format zu präsentieren und die gewohnten Grenzen zwischen Publikum und Bühne aufzubrechen, initiierte das Ensemble 2019 das Linos Festival in Köln.
Seitdem ist das Festival ein fester, eigenständiger Bestandteil der Kölner Kulturszene. Unter der künstlerischen Leitung des Linos Piano Trios entsteht jedes Jahr ein Programm, das herausragende Gäste zusammenbringt, um Kammermusik auf neue Weise intensiv und nahbar erlebbar zu machen.
Ein Markenzeichen des Festivals ist es, vertrautes Repertoire mit herausragende Gastkünstler:innen durch interdisziplinäre Perspektiven, kreative Aufführungsformate und experimentelle Impulse in neuem Licht zu präsentieren. Wie Journalistin Sabine Weber über das Linos Festival 2024 schrieb: „Ein außergewöhnlicher Abend, an dem unvoreingenommen zugehört werden durfte.“
In der kommenden Saison treffen Alte Musik, experimentelle Musik, thailändische klassische Musik und Beatboxing aufeinander. Diese scheinbar unterschiedlichen Disziplinen teilen wesentliche Prinzipien mit der westlichen Kammermusik: Kollaboration, kreativer Dialog und eine Sensibilität für Nuancen. Das Linos Festival möchte durch den Dialog zwischen dieser Kunstformen die Kraft des künstlerischen Austauschs hervorheben und 2025 unter dem Leitgedanken Zusammenfluss neue künstlerische Verbindungen, frische Einsichten und Schönheit auf unerwartete Art schaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kompositionsaufträge neuer Klaviertrios, seit 2024 gezielt an Komponist:innen, die bislang kein Werk für diese Besetzung geschrieben haben. So schafft das Linos Festival neue Werke, die mit einer Langlebigkeit über die Premiere hinaus im Repertoire weiterleben und das Repertoire für Klaviertrio erweitern. Nach 2024 mit dem Trio von Justina Repečkaitė folgt 2025 von Miles Walter das neue Werk the utopia is elsewhere.
2025 startet zudem die Linos Festival Academy: ein Nachwuchsprojekt, das junge Ensembles einlädt, mit Unterstützung und Begleitung der künstlerischen Leitung, ein eigenes Konzert zu entwickeln. Als erstes Academy Ensemble begrüßen wir das Trio Susato.
Das Linos Festival ist mehr als eine Konzertreihe. Es ist ein Ort des künstlerischen Austauschs, an dem Tradition auf Innovation trifft und das Unerwartete Raum bekommt. Mit originellen Programmen, spannenden Kooperationen und mutigen Formaten entsteht ein Kammermusikfestival, das neugierig denkt und mit offenem Ohr erlebt wird.
Das nächste Kapitel beginnt.
Das Linos Festival lädt ein – alle, die Musik lieben, alle, die neugierig sind. Entdeckt mit uns die Musik neu!
WAS
Fr. 26. September – 20:00
AufBruch. La Ciaccona
Johann Sundermeier – Blockflöte & Beatbox
Konrad Elias-Trostmann – Violine
Sarah Saviet – Barockvioline
Liam Byrne – Viola da Gamba
Vladimir Waltham – Barockcello
Michael Borgstede – Cembalo
Das Linos Festival 2025 erkundet, wie durch das Aufbrechen des Bekannten ein neuer Zusammenfluss entstehen kann – ein vertrautes Ganzes, neu zusammengesetzt.
Zur Eröffnung des Festivals steht im Mittelpunkt die Ciaccona: ein Tanz mit Geschichte. Ursprünglich wild und ausgelassen, später feierlich und monumental, spiegelt ihre Entwicklung über die Jahrhunderte den Wandel musikalischer Ausdrucksformen wider. Bei AufBruch verzerren wir die historische Gestalt der Ciaccona gemeinsam mit Beatboxer und Blockflötist Johann Sundermeier sowie dem Linos Festival Barockensemble – klanglich, zeitlich und stilistisch. Von ihren Ursprüngen in der Renaissance über barocke Ausprägungen bis hin zu einer neu gedachten Version von Bachs legendärer Solovioline-Ciaccona entsteht so ein Raum für neue künstlerische Konstellationen und Begegnungen.
Der erste Schritt auf dem Weg zum Zusammenfluss.
Andrea Falconieri – L’Eroica (Primo Libro di Canzone, No. 3)
Giuseppe Colombi – Chiacona à Basso solo solo
Marco Uccellini – Aria Quarta sopra la Ciaccona (Sonate, arie et correnti, Op.3)
Andrea Falconieri – O Vezzosetta dalla chioma d’oro (Primo libro di Villanelle)
Bernardo Storace – Ciaccona (Selva di varie compositioni d’intavolatura per cimbalo ed organo)
Tarquinio Merula – Chiacona (Canzoni overo sonate concertate per chiesa e camera, Op.12)
Joseph Bodin de Boismortier – Chaconne, Op. 66 no. 10
Johann Sebastian Bach – Ciaccona (Partita No. 2, BWV 1004)
Antoine Forqueray – La Morangis
Jean-Henri d’Anglebert – Chaconne de Galatée de Mr de Lully
Jean-Baptiste Lully – Chaconne de Galatée
Sa. 27. September – 18:00
Impuls. Linos Festival Academy
Susato Trio
Markiyan Popil – Klavier
Sarah Bayens – Violine
Mikko Pablo – Cello
Nach dem AufBruch folgt auf dem Weg zum Zusammenfluss: der Impuls nach der Zersetzung.
Die Linos Festival Academy wurde 2025 ins Leben gerufen, um einem jungen Ensemble die Möglichkeit zu geben, gemeinsam mit der künstlerischen Leitung ein Konzert im Ansatz des Festivals zu gestalten: über den Tellerrand gewöhnlicher Kammermusik hinaus. Unter dem Thema Zusammenfluss werden Werke aus dem Standardrepertoire in einen neuen, kreativen Kontext gestellt. Impuls steht dabei sowohl für die Energie, die von den Nachwuchskünstler:innen der Linos Festival Academy ausgeht, als auch für jene, die sie vom Festival erhalten.
Als erstes teilnehmendes Ensemble wurde das Susato Trio eingeladen.
Impuls ist von Kammermusik in Mozarts Zeit inspiriert, wo sie viel mehr als heute in Wohnzimmern und Salons lebte. Diese Stimmung von Nähe und Austausch bringt das Ensemble zurück auf die Bühne. Goethe sagte: „ein Streichquartett ist ein Gespräch zwischen vier vernünftigen Menschen“, diesen Worten nach, lädt das Trio in Impuls in den „Susato Salon“ ein: einen Raum, in dem Mozarts Musik zum Dialog wird, so lebendig und spontan wie ein Abend unter Freund:innen.
Wolfgang Amadeus Mozart
Divertimento in B-Dur, K. 254
Klaviertrio in G-Dur, K 496
Klaviertrio in C-Dur, K. 548
Frische Energie im zweiten Schritt zum Zusammenfluss.
Sa. 27. September – 20:00
in Betracht. Ein Abend mit Liam & Sarah
Sarah Saviet – Violine
Liam Byrne – Viola da Gamba
In Betracht lädt ein zum Lauschen und Reflektieren über das, was war und das, was entstehen könnte.
Die künstlerischen Tätigkeiten von Sarah Saviet (zeitgenössische Violine und Elektronik) und Liam Byrne (Viola da Gamba) erweitern die Grenzen ihrer jeweiligen Musikepochen, die sich an den entgegengesetzten Enden des musikalischen Spektrums befinden. Byrne verbindet Musik des 16. und 17. Jahrhunderts für Viola da Gamba mit Neuer Musik, während Saviet erweiterte Spieltechniken auf der Violine erforscht. Das Linos Festival 2025 bietet ihnen eine Residenz, um ein ortsspezifisches Konzert im Sancta Clara Keller zu kuratieren, das Improvisationen, Elektronik und Instrumentalmusik von Naomi Pinnock, Max Andrzejewski und Thomas Morley umfasst.
So. 28. September – 18:00
Zusammenfluss. Zeit, genossen
Linos Piano Trio
Ramón Gardella – Schlagwerk
Zum Abschluss des Linos Festival 2025 kommt der Höhepunkt des diesjährigen künstlerischen Bogens: nach AufBruch, Impuls und In Betracht findet sich in diesem Konzert, was auseinanderlag, in Zusammenfluss.
Das Linos Festival beschließt seine Spielzeit traditionell mit bedeutenden Werken der Kammermusikliteratur. Beethovens selten gespieltes und lyrischstes Klaviertrio Es-Dur op. 70 Nr. 2, das an eine Tanzsuite erinnert, trifft auf Tschaikowskis beliebte Nussknacker-Suite – hier in einer Fassung, die ihre orientalistische Perspektive hinterfragt.
Ergänzt wird das Programm durch die Uraufführung des „micro piano trio“ des US-amerikanischen Komponisten Miles Walter, das Beethovens Klangsprache spiegelt, sowie durch die „Aurea Terra Suite“ von Prach Boondiskulchok für Klaviertrio und südostasiatisches Schlagwerk.
Ein Konzert, welches das Bekannte neu beleuchtet und das Festival dort enden lässt, wo aus dem Vertrauten etwas neues wächst.
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio Nr. 5 in Es-Dur, Op. 70 Nr. 2
Miles Walter: the utopia is elsewhere (2025) *†
Prach Boondiskulchok: Burmese Fragments (2025) *
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Suite aus dem Nussknacker
* Uraufführung
† neues Werk vom Linos Festival in Auftrag gegeben
FAMILIENKONZERTE
Sa. 27. September – 11:00
So. 28. September – 11:00
Linos Piano Trio
Nussknacker und Mausekönig
Konzerte für die kleinen Musikfans Kölns! Wir geben Familien mit Kindern die Gelegenheit klassische Musik auf einem internationalen Niveau hautnah mitzuerleben – ganz frei und in entspannter Stimmung! Tanzen, lachen, schlafen, spielen – alles ist erlaubt! Dieses Jahr, laden wir zu einer Lesestunde ein, wo Hoffmanns Erzählung Nußknacker und Mausekönig neben Tschaikowskis Musik erscheint, und wo die Kinder die Chance bekommen, schauspielerisch mitzuwirken.
WER
Linos Piano Trio
Künstlerische Leitung

Prach Boondiskulchok – Klavier
Konrad Elias-Trostmann – Violine
Vladimir Waltham – Cello
Preisträger des Preises der Deutschen Schallplattenkritik 2021 und vielfach mit 5-Sterne-Rezensionen ausgezeichnet, genießt das Linos Piano Trio breite Anerkennung für seinen charakteristischen Klang und seine innovativen Programme. Die Süddeutsche Zeitung lobt „Virtuosität, Geistesgegenwart und Witz“. 2015 gewann das Trio den 1. Preis und den Publikumspreis bei der Melbourne International Chamber Music Competition und ist seit 2017 als Carne «Ensemble-in-Residence» am Trinity Laban Conservatoire in London tätig.
Aktuell befindet sich das Ensemble in der Produktion seines vierten Album-Projektes: einer Reihe Live-Aufnahmen sämtlicher Beethoven-Klaviertrios auf historischen Tasteninstrumenten. In Zusammenarbeit mit dem SWR wird jede CD auf einem anderen, dem jeweiligen Werk zeitlich entsprechenden Klaviermodell eingespielt – ein Projekt, das Beethovens Interesse am technischen Fortschritt des Instruments aufgreift und hörbar macht.
Die ersten drei Alben des Trios – veröffentlicht 2020 bis 2023 bei CAvi Music/Deutsche Grammophon – erhielten durchweg begeisterte Kritiken. Mit dem hauseigenen Online-Verlag «Stolen Music» bietet das Trio zudem Notenmaterial seiner eigenen Transkriptionen an.
2007 in London gegründet, feierte das Linos Piano Trio kürzlich sein 15-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert in der Gründungsstadt.
Sarah Saviet
Violine

Sarah Saviet ist eine in Berlin lebende Geigerin, die sich auf zeitgenössische Musik spezialisiert hat. Sie tritt als Solistin und Kammermusikerin auf und ist festes Mitglied des Saviet/Houston Duos und des Ensemble Mosaik.
Ihr Soloalbum „SPUN“ (Coviello Contemporary) wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert, und ihre Aufnahme von Liza Lims Violinkonzert mit dem Riot Ensemble wurde 2019 vom New Yorker Magazine als eine der „besten Aufnahmen des Jahres“ ausgezeichnet. Sie hat auch mit Labels wie all that dust und another timbre zusammengearbeitet.
Zu den Höhepunkten jüngster Auftritte gehören Konzerte bei Festivals wie Ultraschall und AFEKT, ein Soloauftritt mit dem Klangforum Wien in der Berliner Philharmonie und die Uraufführung von Rebecca Saunders’ und Enno Poppes Duo „Taste“ beim Witten Festival 2022.
Sarah ist eine gefragte Gastkünstlerin und Dozentin. Sie gab Workshops an Institutionen wie der Manhattan School of Music und der Universität der Künste Berlin. Bei den Darmstädter Ferienkursen 2025 wird sie das Violinstudio leiten. Ab Herbst 2025 wird Sarah Saviet eine Professur für Violine und Viola im Masterstudiengang für zeitgenössische Musik an der Hochschule Luzern übernehmen.
http://www.sarah-saviet.com/
Liam Byrne
Viola da Gamba

Liam Byrne ist ein in Berlin lebender Viola da Gamba-Spieler, bekannt für seine vielseitige Herangehensweise an alte und neue Musik. Er erforscht obsessiv das obskurste Repertoire des 16. und 17. Jahrhunderts, während er gleichzeitig innovative Projekte vorantreibt. Dazu gehören barocke Performance-Installationen für das Victoria & Albert Museum, Kooperationen mit dem Geiger Cleek Schrey und die Schaffung neuer elektronischer Werke mit dem isländischen Komponisten Valgeir Sigurðsson.
In seinen Soloprogrammen kombiniert Liam oft historische Gambenmusik mit zeitgenössischen Werken, die ihm von Komponisten wie David Lang, Nico Muhly und Edmund Finnis gewidmet wurden. Als Mitglied des isländischen Künstlerkollektivs Bedroom Community hat er zwei von der Kritik gefeierte Studioalben veröffentlicht: Donnacha Dennehys „Tessellatum“ und Valgeir Sigurðssons „Dissonance“.
Liam wurde vom Victoria & Albert Museum mit ortsspezifischen Klanginstallationen beauftragt, darunter „Partials“ (2017), ein achtstündiges Werk, das ausschließlich Obertonklänge der Gambe nutzt. Seine Zusammenarbeit umfasst auch Projekte mit Nico Muhly für die National Gallery und ein immersives Werk für die Dulwich Picture Gallery.
Liam hat mit einer Vielzahl von Künstlern zusammengearbeitet, von Damon Albarn bis Emma Kirkby. Er ist ein regelmäßiger Gast bei Ensembles für neue Musik wie Stargaze und dem London Contemporary Orchestra. Mit einem starken Hintergrund in historischer Aufführungspraxis spielte und nahm er mit führenden Alte Musik-Ensembles auf, darunter Fretwork, mit denen er mehrere Jahre lang tourte.
https://www.liambyrne.net/
Stanislav Gres
Cembalo

Stanislav Gres, geboren in Nowosibirsk, ist ein Cembalist, dessen Passion es ist, Musik des 16. bis 20. Jahrhunderts auf historisch adäquaten Instrumenten und Stimmungen zu interpretieren. Sein Studium führte ihn vom Klavier am Glinka Konservatorium zum Cembalo und Hammerklavier am Moskauer Tschaikowski Konservatorium und an die Hochschule für Künste Bremen. Prägende Impulse erhielt er in Meisterklassen von Koryphäen wie Gustav Leonhardt und Skip Sempé.
Für Stanislav Gres ist das tiefgreifende Verständnis des eigenen Instruments entscheidend für einen optimalen und unverwechselbaren Klang. Daher reist NeoBarock – je nach Repertoire – mit Cembalo-Kopien nach Giusti oder Blanchet (gebaut von Bruce Kennedy) zu ihren Konzerten. In Kennedys Werkstatt erwarb er umfassendes Wissen über Bau und Wartung des Cembalos.
Stanislav Gres war als Cembalolehrer an der Spezialschule für Musik Gnessin und der Rubinstein Musikschule tätig. Er gründete die erste private Cembaloschule Russlands und leitete das Fachgebiet für historische Tasteninstrumente beim staatlichen Direktorat für Kunst- und Kulturausbildungsprogramme. Jährlich arbeitete er als offizieller Cembalo-Stimmer der Piccola Accademia di Montisi in Italien.
Im Jahr 2010 wurde er beim internationalen Wettbewerb „Musica Antiqua“ in Brügge ausgezeichnet und erhielt den Bärenreiter Urtext-Preis des Leipziger Bachwettbewerbs. Als Solist und gefragter Continuo-Begleiter gastiert er weltweit. Bei NeoBarock ist er nicht nur Solo- und Continuocembalist, sondern auch maßgeblich für die inhaltliche Ausrichtung der Kölner Konzertreihe und die Bearbeitung von Rameaus Oper „Les Indes Galantes“ verantwortlich.
Johann Sundermeier
Blockflöte und Beatbox

Johann Sundermeier studiert an der Hochschule für Musik Freiburg Blockflöte bei Prof. Stefan Temmingh und Laura Schmid.
Desweiteren ist sein musikalischer Werdegang von Musikproducing, Improvisation und Komposition geprägt. Wichtige Impulse erhielt er dabei von Raphael Lott, Ralf Schmid, Armin Metz und Cito Kaling.
Zu hören war er mit seinen Kompositionen bei Festivals wie dem Rudolstadt Festival, Folklorum, Folk’n’Fusion, Open Recorder Days Amsterdam und den Blockflötenfesttagen oder auch im Pierre-Boulez-Saal. Er komponierte und produzierte die Musik für die Tanz- und Videoproduktionen RESIDUALS, SCREEN(ED) und ENVY unter der Leitung von der Choreografin Uta Engel.
Als Tänzer hat Johann Sundermeier in diversen Produktionen mitgewirkt, unter anderem in „Das Rudel“ (Uta Engel, Judith Hölscher) bei den Berliner Festspielen und dem Münchener Festival Rampenlichter und in „Telemann – Kann man das tanzen“ (Uta Engel) aufgeführt im Theater für Niedersachsen. Als Schauspieler übernahm er Rollen wie John Proctor in „Hexenjagd“ (von Arthur Miller, Regie Moritz Koch) und Ben Ross in „Die Welle“ (nach Morton Rhue, Regie Moritz Koch).
https://johann-sundermeier.de/
Ramón Gardella
Schlagzeug

Ramón Gardella (Buenos Aires, 1989) ist ein engagierter Schlagzeuger mit sicherer Hand. Auf der Suche nach herausfordernden Lernmöglichkeiten zog er nach Deutschland, um an der Hochschule für Musik und Tanz Köln Klassisches und Zeitgenössisches Schlagwerk bei Prof. Carlos Tarcha zu studieren. Seine Hingabe an sein Handwerk ebnete ihm den Weg zu Auftritten mit dem Ensemble Musikfabrik, Ensemble Tra I Tempi, Ensemble Modern Orchestra, Beethoven Orchester Bonn, Gürzenich Orchester Köln, Neue Philharmonie Westfalen, Bochumer Symphoniker, Bergische Symphoniker sowie der Jungen Philharmonie Köln.
Er ist festes Mitglied des Kollektivs 3:6 Köln. Seit Oktober 2018 absolviert er das Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Klasse von Dirk Rothbrust. Ramón Gardella war Teilnehmer bedeutender Festivals für zeitgenössische Musik wie Klangspuren 2016 (International Ensemble Modern Academy), Impuls 2017, Stockhausen-Kurse Kürten 2017, Ensemble-Akademie Freiburg 2018, pgnm_Biennale Aktueller Musik Bremen 2018, Ruhrtriennale 2018, Festival NOW! 2018, Percussion Summit Bochum 2018 sowie Acht Brücken Köln in den Jahren 2016, 2017 und 2019. Er arbeitete unter anderem mit Christian Dierstein, Dirk Rothbrust, Michael Pattmann, Rainer Römer, Rumi Ogawa und Robyn Schulkowsky zusammen.
https://ramongardella.com/
Susato Trio
Linos Festival Academy

Das Susato Trio ist nach dem Komponisten Tielman Susato aus Antwerpen benannt. Dieser gründete im 16. Jahrhundert den ersten Musikverlag in den Niederlanden. Genau wie sein Namensvetter ist das Trio begeistert davon, Musik einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen.
Es hat sich zum Ziel gesetzt, nicht nur das etablierte Repertoire für Klaviertrio aufzuführen, sondern auch verborgene Schätze, die im Laufe der Geschichte in Vergessenheit geraten sind.
Das Ensemble wurde im Mai 2022 von der Geigerin Sarah Bayens (Belgien), dem Cellisten Mikko Pablo (Philippinen/USA) und dem Pianisten Markiyan Popil (Ukraine) gegründet.
Im Dezember 2022 gewannen sie den 1. Preis beim von Les Festivals de Wallonie organisierten Generation Classique-Wettbewerb, im Januar 2024 gewannen sie den 1. Preis und den Publikumspreis beim vom Klarafestival organisierten Supernova-Kammermusikwettbewerb und im September 2024 gewannen sie den 3. Preis und den Sonderpreis „Young Award” beim internationalen Wettbewerb Premio Trio di Trieste in Italien.
Derzeit absolvieren sie ihr Masterstudium in Kammermusik im Rahmen des Masterprogramms der European Chamber Music Academy, einer zweijährigen Kooperation der Konservatorien von Den Haag, Wien, Paris, Oslo, Vilnius, Manchester und Fiesole.
https://www.susatotrio.com/
Miles Walter
Komponist

„Den jungen Messiaen beschwörend“. So lobte Classica die Fantasy for piano solo (2024) des US-amerikanischen Komponisten und Pianisten Miles Walter, das von der Biennale Venedig für Bertrand Chamayou in Auftrag gegeben wurde. Scherzo schrieb: „eine der erfrischendsten Klavierkompositionen, die man in jüngster Zeit gehört hat“.
Miles’ Musik wurde auf BBC Radio 3 und RAI Radio 3 ausgestrahlt und von Institutionen und Ensembles wie dem London Symphony Orchestra, Aspen Chamber Symphony, New York Virtuoso Singers, Linos Piano Trio und der Yale Percussion Group in Auftrag gegeben und aufgeführt. Darüber hinaus erhielt er Auszeichnungen vom BMI, der American Academy of Arts and Letters und dem Classeek Ambassador Programme, das ihn im Rahmen eines offenen Wettbewerbs als Komponisten für 2024/2025 auswählte. Miles erhielt Kompositionsstipendien und Residenzen beim Aspen Music Festival (USA), der Biennale di Venezia College Musica (IT) und dem Festival d’Aix-en-Provence (FR).
Als Pianist tritt Miles in zahlreichen Stilrichtungen innerhalb und außerhalb des Konzertsaals fließend und mit Freude auf. Seiner eklektischen und breit gefächerten Aufführungspraxis verpflichtet, hat er über fünfzig Werke seiner Kolleg:innen, Studierenden und Mentor:innen uraufgeführt. Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist Miles Teilnehmer beim Open Chamber Music bei IMS Prussia Cove.
Nach seinem BA und MM an der Yale University besitzt Miles auch einen Klavierabschluss der Musik-Akademie Basel, wo er bei Claudio Martínez Mehner studierte. In Komposition ist Miles derzeit Doktorand bei Sir George Benjamin.